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Erdgas in Zahlen

Die weltweite Förderung von Erdgas liegt bei über 2.600 Milliarden Kubikmetern, wobei der Eigenverbrauch der Förderländer bereits heraus gerechnet wurde. Der Anteil an dem global geförderten Erdgas, das etwa zum Druckaufbau in den Boden zurückgepresst wurde, sowie das an Bohrtürmen direkt verbranntem Gas wurden dabei ebenfalls bereits berücksichtigt. Erdgas deckt mit etwa 24 Prozent beinahe ein Viertel des weltweiten Energiebedarfs.

Die Hauptförderer von Erdgas sind Russland und die USA. Sie produzieren jeweils etwa ein Fünftel der Netto-Förderung weltweit. So förderte Russland im Jahr 2004 rund 589,1 Milliarden Kubikmeter Erdgas, die Vereinigten Staaten "nur" 542,9 Milliarden Kubikmeter. Im selben Jahr förderte Kanada rund 182,8 Milliarden Kubikmeter Erdgas, Großbritannien etwa die Hälfte mit 95,9 Milliarden Kubikmetern und Algerien als eines der reichsten Länder an Öl- und Erdgasvorkommen in Afrika runde 82 Milliarden Kubikmeter. Deutschland förderte 2004 etwa 17,2 Milliarden Kubikmeter.

Weltkarte

Weniger bedeutende Erdgasförderer sind Länder wie Indonesien, die Niederlande, Norwegen, Usbekistan, der Iran, Argentinien und Mexiko. Obwohl Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate für ihr Ölreichtum bekannt sind, ist ihr Anteil an der weltweiten Fördermenge von Erdgas verschwindend gering. Dies liegt vor allem daran, dass man das Gas bei der Förderung dort schlicht abbrennen lässt und erst langsam mit der Nutzung dieses Nebenprodukts bei der Ölförderung beginnt.

Die größten Mengen an Erdgasimporten werden derzeit von den Vereinigten Staaten, Deutschland, Japan, der Ukraine, Italien, Frankreich und Weißrussland in Anspruch genommen. Die Vereinigten Staaten sind zudem der zweitgrößte Förderer und haben damit den höchsten Verbrauch an Erdgas derzeit - sowohl nominal als auch im Verbrauch pro Einwohner.

Deutsche Unternehmen fördern weltweit etwa 13 Millionen Tonnen Erdöl und 28 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Aus Erdölquellen in Deutschland werden jährlich mehr als 3 Millionen Tonnen gefördert. Dabei deckt die Produktion aus inländischen Erdgasquellen von über 17 Milliarden Kubikmetern allein 16 Prozent des deutschen Erdgasbedarfs. Dieser liegt heute fünfmal höher als noch 1970.

Die weltweit nachgewiesenen natürlichen Reserven für Erdgas beliefen sich 2004 auf etwa 170.942 Milliarden Kubikmeter, was rund 185 Milliarden Tonnen Steinkohleeinheiten (SKE) entspricht. Zum Vergleich: Die Bundezentrale für politische Bildung berichtete im September 2008, dass in Deutschland im Jahr rund 473,6 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (SKE) in der Industrie und in privaten Haushalten verbraucht wurden. Demnach würden die weltweiten Reserven an Erdgas Deutschland allein lediglich etwa 390 Jahr lang mit Energie versorgen können. Hochrechnungen zufolge könnten die weltweiten Reserven den weltweiten Bedarf nur bis etwa 2070 decken.

Die derzeit wohl größten Gasfelder sind das Troll-Feld im Norden Norwegens, das Nord-Feld in Katar und das Gasfeld Urengoi in Russland. Außerdem werden noch ausgiebige, aber bisher unerschlossene Gasfelder im Iran vermutet.

Der größte Gasverbraucher in Deutschland ist die Industrie. Dem Bundesverbands der Deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zufolge nahm sie 2006 über 40 Prozent des Erdgases in Anspruch. Die zweitgrößte Gruppe sind die privaten Haushalte mit 30 Prozent. Die übrigen 30 Prozent des Gasverbrauchs werden von Unternehmen in Gewerbe, Handel und Service genutzt, sowie zur Stromgewinnung in Gaskraftwerken.

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